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K i r c h l i c h e - G ä r t e n

 

Kirchliche Gärten

In der heutigen Zeit werden nur noch wenige kirchliche oder religiöse Gärten angelegt. Was in früherer Zeit selbstverständlich war, ist heute eher die Ausnahme von der Rregel. Dennoch werden auch solche Gärten mitunter angefragt. Dabei können sowohl traditionelle wie auch zeitgemäße Stilmittel und Interpretationsebenen zum Tragen kommen. Dieser Vorentwurf beschäftigte sich mit dem Leben und Wirken eines Missionaren im 8. Jhd. Auf seiner Wanderung durch den Süwestens Deutschlands und des angrenzenden Frankreichs hat er zahlreiche Klöster gegründet bzw. reformiert. Einer Sage zufolge ist er nach seinem Tod noch einmal einer Jungfrau erschienen. Genau an dieser Stelle wurde der Überlieferung nach später eine christliche Kirche errichtet, die bis heute existiert. Anknüpfend an den Geist des Ortes, den sogenannten "genius loci", ergab sich ein geeigneter Standort für den Themengarten. Ein Heckenlabyrinth symbolisiert in abstrakter Form den beschwerlichen Weg des Benediktinermönchs, mit vielen Kehrtwendungen und mühsamen Umwegen. 12 Quadratische Hochbeete stehen für die Klöster, deren Entstehung auf den Glaubensboten zurückgehen. Die roten Beete markieren die Neugründungen, die gelben die reformierten Konvente. Um den Garten harmonisch in das dörfliche Umfeld einzupassen, sieht der Vorentwurf die Verwendung traditioneller Materialien, wie Holz, Naturstein und heimische Pflanzen vor. Lediglich ein Wassertrog aus rostigem Stahl soll in Ahnlehnung an den heimischen Buntsandstein verwendet werden. Ein Rosenspalier nimmt Bezug auf die mittelalterlichen Kreuzgänge und ein Kirschbaum erinnert an den traditionellen klösterlichen Obstanbau. Eine Skulptur des Missionars steht im Zentrum eines kleinen Carrées um dem Besucher einen direkten Bezug zur Geschichte zu vermitteln.